Archiv für Oktober 2016

06.11.2016 BERLIN saat 13 de YÜRÜYÜŞ: NSU-Kompleksi kurbanlarının anısına! Irkçılık öldürür! Sonuçlandırılma Derhal!

Karl-Marx-Str./Webellinstr. Berlin/Neukölln (U-Rathaus Neukölln)

NSU-Kompleksi kurbanlarının anısına:
Irkçılık ve faşist teröre karşı Dayanışma!

Dokuz göçmen kökenli ve bir polis olmak üzere on kişinin öldürülmesi ve benzeri görülmemiş seri cinayetlerden sonra NSU‘nun deşifre oluşunun üzerinden 5 yıl geçti. Bu davanın koşulsuz aydınlatılması ve gerçek sonuçlandırılma her zamankinden daha acildir. Neo-Naziler, çeşitli istihbarat örgütlerinin gözetimi altında yıllarca en az 10 cinayet, 3 bombalı saldırı ve 15 banka soygunu suçunu işlediler. Konuya ilişkin soruşturma kurumları, ellerinde bilgi olmadığını, Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe ve onların yardımcılarının nerede olduklarını ve neler yaptıklarını bilmedikleri yalanlarını bizlere halen sunmaktalar. NSU dava sürecinde, davanın aydınlanmasını önlemek için çok şeyler yapıldı , sadece sorumlu Nazileri ve devlet aktörlerini korumak amacıyla. Aynı zamanda ailelerin talepleri dikkate alınmadı. Aktif yürütülen olayı örtbaz etme politikasi ile kurbanların aileleri her gün yeniden aşağılanıyor. Halbuki devlet davanın kusursuz aydınlatması sözünü vermişti.

Biz diyoruz ki; artık yeter! Kurbanlara adalet istiyoruz ve ailelere geniş-kapsamlı tazminat talep ediyoruz. Nihayet siyasi sonuçların çıkarılmasını ve sorumluların cezalandırılmasını talep ediyoruz. Suçlu olanların yasal olarak sorumlu tutulmasını istiyoruz.
Bunlara, devlet ajanlarının yardımı ile çalışan, cani Nazi çevreleri inşa eden, örgütleyen, koruyan, yalan söyleyen, delilleri örtbaz eden, dosyaları imha eden ve olası bir aydınlanmayı önleyen istihbarat daireleri de dahildir.

Biz, gizli tutulan tüm delillerin açıklanmasını ve büyük NSU kompleksinin tüm sorumlularının belirlenmesi ve yargılanmasını talep ediyoruz. Münih NSU davası yakında sona erse bile ailelerin talepleri hala yerine getirilmemiş olacaktır. Ayrıca, bu devlet ve toplum taleplerin kabulü, gerçeği ve adaleti kurbanların ailelerine en azından borçludur.

Biz, sığınmacı ve göçmenlere karşı artan şiddete, toplumsal ve kurumsal ırkçılığa karşı net önlemler alınmasını talep ediyoruz. Devlet, siyaset, medya ve toplumun ırkçı kışkırtmaları derhal son bulmalıdır. Sağcı popülistlere ve Nazilere karşı taviz yok!

Terörist ve silahlı Nazi örgütlerin dağıtılmasını talep ediyoruz! Hoşgörüsüzlük, nefret ve şiddet ekerek, insanları birbirlerine karşı kışkırtıyorlar. Tüm bunlara karşı, tüm insanlar için sosyal eşitlik istiyoruz.
Eğer peşini bırakmadan, birlikte kamuoyu oluşturur ve yetkililer üzerindeki baskıyı sürekli artırırsak, ancak o zaman tüm bu talepler gerçekleşebilir. Bunlardan dolayı, ırkçı ve faşist teröre karşı dayanışmamızı sokaklara taşıyoruz.

Irkçılık öldürür!
İstihbarat Teşkilatları dağıtılsın!
Cinayetlere son!

06.11.2016 Saat 13 de Karl-Marx-Str./Webellinstr. Berlin/Neukölln (U-Rathaus Neukölln)

Berlin: Demonstration am 6.11.16 – 13 Uhr In Gedenken an die Opfer des NSU-Komplex // Rassismus tötet // Konsequenzen jetzt !

Karl-Marx-Str./Webellinstr. – Berlin/Neukölln – U-Rathaus-Neukölln

In Gedenken an die Opfer des NSU
unsere Solidarität gegen Rassismus und faschistischen Terror!

5 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU, einer beispiellosen Mordserie an neun Menschen mit migrantischem Hintergrund und einer Polizistin, ist die Notwendigkeit von bedingungsloser Aufklärung und echten Konsequenzen größer denn je.

Jahrelang konnten Neonazis unter den Augen mehrerer Geheimdienste und der Polizei mindestens 10 Morde, 3 Sprengstoffanschläge und 15 Banküberfälle begehen. Nach wie vor wird uns die Lüge aufgetischt, dass keine der Ermittlungsbehörden Informationen darüber hatte, wo die untergetauchten Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe sowie ihre vielen Helfer*innen steckten und was sie trieben. Im NSU-Prozess wird sehr viel dafür getan die Aufklärung aktiv zu verhindern und die verantwortlichen Nazis und staatlichen Akteure zu schützen. Und gleichzeitig wird nicht auf die Forderungen der Angehörigen eingegangen. Die Familien der Opfer werden tagtäglich aufs Neue gedemütigt durch die aktiv betriebene Politik der Vertuschung. Dabei versprach der Staat lückenlose Aufklärung.

Wir sagen: Es reicht! Wir fordern Gerechtigkeit für die Opfer und eine vollumfängliche Entschädigung der Angehörigen. Wir fordern endlich politische und personelle Konsequenzen. Wir fordern das diejenigen, die sich schuldig gemacht haben juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Dazu gehören auch jene Geheimdienste die mithilfe des V-Leutesystems eine aktive und mörderische Naziszene mit aufgebaut und geschützt haben und jede Aufklärung bis heute durch Lügen, Vertuschen und Aktenschreddern aktiv verhindern. Wir fordern die Offenlegung aller Akten sowie die Benennung und Verurteilung aller Verantwortlichen im riesigen NSU-Komplex. Wenn der NSU-Prozess in München demnächst endet werden die Forderungen der Angehörigen immer noch unerfüllt sein. Dabei sind Anerkennung, Wahrheit und Gerechtigkeit für die Angehörigen der Opfer das Mindeste was ihnen dieser Staat und die Gesellschaft schuldig ist.

Auch in Anbetracht der zunehmenden Gewalt gegen Geflüchtete und Migrant*innen fordern wir klare Maßnahmen gegen den gesellschaftlichen und institutionellen Rassismus. Die rassistische Hetze von Staat, Politik, Medien und Gesellschaft muss sofort beendet werden. Keine Zugeständnisse in Richtung von Rechtspopulisten und Nazis.

Wir fordern die Zerschlagung von terroristischen und bewaffneten Nazistrukturen! Durch das Säen von Intoleranz, Hass und Gewalt sollen die Menschen gegeneinander ausgespielt werden, wir fordern stattdessen soziale Gerechtigkeit für alle Menschen.

Alle diese Forderungen lassen sich nur erreichen wenn wir nicht locker lassen, gemeinsam Öffentlichkeit schaffen und den Druck auf die Verantwortlichen weiter erhöhen. Darum demonstrieren wir unsere Solidarität gegen Rassismus und faschistischen Terror.

Rassismus tötet!
Geheimdienste auflösen!
Keine weiteren Opfer!

06.11.2016 – 13 Uhr – Karl-Marx-Str./Webellinstr. – Berlin/Neukölln – U-Rathaus Neukölln

Aktionswoche Gedenken & Widerstand, 29.10. – 06.11.2016

Alle Infos: http://buendnisgegenrassismus.org/

History repeating

Der Gerichtsprozess zur NSU-Mordserie wird 2017 abgeschlossen. Anstatt die dringlichen Anliegen der Angehörigen und der Nebenklage ernst zu nehmen, die politische Bedeutung des NSU für die gesamte deutsche Justiz, den Verfassungsschutz und weitere Ermittlungsbehörden aufzuarbeiten, wurde im Prozess nur die Tatbeteiligung eines kleinen Neonazikreises verhandelt. Die Auffassung, der NSU sei eine kleine Neonazi-Terrorgruppe, kann die Dimension und Reichweite eines bundesweiten rechten Netzwerks, das bis in staatliche Institutionen hineinreicht, nicht erfassen. Unter diesen Umständen der Prozessführung ist Aufklärung kaum zu erwarten. Dennoch haben Angehörige der Opfer, Zeug_innen, Nebenkläger_innen und andere ihr Bestes gegeben, um das Ausmaß dieser Mordserie aufzuarbeiten und den strukturellen und institutionellen Rassismus deutlich zu machen. Wo der Staatsapparat aktiv versagt hat, haben sich Menschen zusammengeschlossen, um etwas zu bewegen und gegen dieses Unrecht zu kämpfen. (mehr…)

05.11.2016 Zwickau 14 Uhr – 5. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU

Demonstration gegen den rassistischen Normalzustand

Alle Infos: https://irgendwoindeutschland.org/

NSU in Zwickau: Kein Gras drüber wachsen lassen! Gegen Nazi-Terror und den rassistischen Normalzustand.

Am 04.11.2016 jährt sich die Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zum fünften Mal. Nirgendwo lässt sich der gesamtgesellschaftliche Rassismus in Deutschland derart deutlich aufzeigen, wie an den Taten des NSU und deren Aufarbeitung. Das Kerntrio, das jahrelang „unentdeckt“ durch die Bundesrepublik ziehen konnte, war verantwortlich für die neun rassistischen Morde an Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat, sowie für den Mord an Michèle Kiesewetter. Bei den drei Sprengstoffanschlägen in Köln und Nürnberg wurden viele Menschen verletzt, nur durch Glück wurde niemand getötet. (mehr…)

HINTERGRUNDINFORMATION: Der Naziaufmarsch „Merkel muss weg“ am 05.11.2016 in Berlin-Mitte

Alle Infos: https://berlingegenrechts.de/

Am 5.11. findet unter dem Motto „Merkel muss weg“ erneut eine rechte Großdemonstration in Berlin-Mitte statt. Bereits dreimal konnten Nazis, Rassist*innen und rechte Hooligans durch Berlin marschieren. Trotz leicht abnehmender Teilnehmendenzahl müssen die Demonstrationen mit zuletzt 1500 Teilnehmer*innen als rechte Großdemonstrationen gewertet werden. Startpunkt bei den Nazis wird auch diesmal der Hauptbahnhof (Washingtonplatz) sein. (mehr…)